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So fühlen sich die Langohren wohl

Geschrieben von A. Burda am in Kleintier Tipps, Presseberichte

Foto: 123rf.com

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Der Wunsch vieler Kinder (und Erwachsener) ist es, ein Kaninchen zu pflegen. Doch wer sich solch ein flauschiges Langohr ins Haus holt, sollte sich zuvor genau über seine Ansprüche und Eigenheiten informieren, um ihm ein gesundes und artgerechtes Leben zu ermöglichen und auch selbst lange Freude an dem neuen Mitbewohner zu haben.

Wenn bei uns heute über ein Kaninchen geklagt wird, das beißt, ist es in der Regel ein Einzeltier, wohnt in einem kleinen Käfig und hat jede Menge Langeweile. Da die Besitzer vielleicht Angst vor dem Tier haben, wird es noch weniger beachtet und herausgelassen. Das Tier hat kein Vertrauen zu seinem Besitzer, darum meint es, sich wehren zu müssen. Da es nicht flüchten kann, was seiner Natur entsprechen würde, versucht es zu beißen und zu kratzen. Solche Besitzer haben die Ansprüche des Tieres unterschätzt, sich nicht informiert und sich nicht genug gekümmert – doch es geht auch ganz anders. Ein Kaninchen, welches im Haus gehalten wird, hat Familienanschluss, zwei bis drei Stunden Freilauf und viel Beschäftigung, hört viel und wird in den Tagesablauf einbezogen. Wenn diese Vorgaben eingehalten werden, ist gegen ein einzelnes Tier nichts einzuwenden, denn das Kaninchen ist glücklich und zufrieden. Schließlich gab es noch nie so viele verschiedene Möglichkeiten zur Unterbringung wie heute. Wir haben etliche Kunden, die ihren Tieren gleich ein ganzes Kaninchenzimmer anbieten. Bei den Gestaltungsmöglichkeiten für Spielwiesen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Es gibt so viele Dinge, mit denen wir Kaninchen eine Freude und Beschäftigung bereiten können – Weidenkugeln mit Heu, Futterspieße und Futterbälle zum Aufhängen im Käfig, für die Spielwiese außerhalb des Käfigs Kuschelbetten, Snackbälle, Möhrenhalter, Holzspielzeuge mit und ohne Rassel, Tunnel mit zwei oder drei Ausgängen, Nager brücken in verschiedensten Längen und Breiten und vieles mehr. Auch auf dem Balkon lassen sich schöne Spielplätze einrichten, zur Freude ihrer Kaninchen wie auch zu Ihrer eigenen Freude.

Auch muss nicht alles etwas kosten, füllen Sie mal eine leere Toilettenrolle mit gutem Heu oder schneiden Sie in einen unbedruckten Karton mehrere Eingänge, schon ist eine Beschäftigung für einige Stunden gefunden. Eine Buddelkiste mit Sand macht ihnen ebenfalls viel Spaß, gut dafür sind Katzentoiletten mit Dach. Bei so viel Spielmöglichkeiten wird das Kaninchen auch nicht so schnell die Telefonschnur oder gar ein Stromkabel anknabbern, was sehr gefährlich sein kann.

Sie möchten die Tiere im Garten haben? Das geht auch, die Regeln sind nur anders. Zunächst einmal sollte draußen nicht ein Kaninchen einzeln gehalten werden, es hat Langeweile und viel zu wenig Anreize. Hinzu kommt die geeignete Unterbringung: Kaninchenställe, die nur einen Meter lang und vierzig Zentimeter tief sind, sollten höchstens für einen „Kurzurlaub“ der Tiere draußen genutzt werden. Der Einwand, dass früher Kaninchen auch in so kleinen Boxen gehalten wurden, zählt nicht – diese Kaninchen sollten sich nicht so viel bewegen, sie wurden gemästet, um sie schnell auf den Tisch bringen zu können! Die Nahrung dieser Tiere bestand aus viel Getreide, das machte sie schnell dick.

Bei Dauerunterbringung draußen buddeln die Tiere gerne, bitte die Spielwiese 30 Zentimeter nach unten absichern, und da sie auch sehr gut springen können – 80 Zentimeter sind da kein Problem – auch nach oben. Abdecknetze mit Sonnenschutz halten auch Greifvögel, Katzen und andere Feinde aus dem Gehege. Pralle Sonne und Hitze mögen Kaninchen ohnehin nicht, der Standort sollte deshalb immer auch Schatten bieten.

Neben genügend Platz benötigt das Kaninchen in Außenhaltung jedoch auf jeden Fall Gesellschaft. Zwei weibliche Tiere verstehen sich am Anfang meist gut, bestehen aber häufig ab dem zweiten Lebensjahr auf Abstand und Rangordnung, – da können böse Beißereien entstehen und man kann die Tiere nur noch getrennt unterbringen. Bei zwei unkastrierten Männchen ist Streit noch viel schneller möglich. Es gibt zwar Ausnahmen, wie immer in der Tierwelt, doch das kann man vorher nicht wissen.

Es ist schon vorgekommen, dass Kunden uns nicht sagen, dass sie ein neues Tier als Zweitkaninchen zu ihrem vorhandenen Tier gesellen möchten. Dementsprechend haben wir auch nicht die Gelegenheit, die Eingewöhnung zu erklären. Zwei Stunden später sind diese Kunden dann wieder da, sehr erschrocken, dass sich ihr einsames Kaninchen nicht über die Gesellschaft freut, sondern sich benimmt wie ein wildgewordener Terrier. Das „Aufreiten“ bei Kaninchen hat übrigens häufig die Bedeutung, dem jüngeren, neu hinzugekommenen oder kleineren Tier zu zeigen: „Ich bin hier der Chef!“ Es ist kein Deckakt, wie häufig angenommen wird.

Seit vielen Jahren werden deshalb immer häufiger männliche Kaninchen vor der Geschlechtsreife kastriert. Dieser kleine Eingriff, den die Tierärzte anbieten, hat viele Vorteile für die Haltung von zwei Kaninchen und die OP wird beim Tierarzt in Narkose in wenigen Minuten durchgeführt. Die Naht wird mit einem Faden genäht, der sich von selbst auflöst. Eine bis zwei Stunden später sind die Kaninchen schon wieder munter. Wir behalten die Tiere noch zwei bis drei Tage in unserem Pflegeraum, dann kommen sie in den Verkauf. So haben wir viele glückliche Kaninchenbesitzer in unserer Kundschaft und das Problem mit den versehentlich geborenen Jungtieren und zu jungen Weibchen, die gedeckt werden, entsteht erst gar nicht. Es gibt Jahreszeiten, da werden fast nur Männchen geboren, welche sonst miteinander unverträglich wären und sich gegenseitig böse, auch tödliche Verletzungen zufügen würden. All das wird durch diesen kleinen Eingriff verändert. Einige Menschen sind trotzdem dagegen, aber das scheint wohl immer so zu sein. Es kommt doch auch kein Mensch auf die Idee, einen unkastrierten Kater im Hause zu halten.

Auch die Impfungen der Tiere sollten regelmäßig aufgefrischt werden, da zum Beispiel durch Fliegen Krankheiten übertragen werden können. Die Zähne benötigen jede Menge Abrieb, das erreicht man durch gute Nahrung und Heu. Gut ist es, wenn morgens für zwei bis drei Stunden nur Heu zur Verfügung steht, dann wird erst die Hauptnahrung, zum Beispiel Trimellos, zugefüttert. Auch die Krallen sollten nicht zu lang sein. Schneiden ist dabei nur bei ganz wenigen Tieren nötig, sie benötigen einfach viel Auslauf. Gut ist ein oben flacher Stein, zum Beispiel aus Schaumlava. Diesen benutzen sie gerne als „Aussichtsfelsen“ und schleifen sich dabei die Krallenspitzen ganz einfach ab, da diese Lava eine sehr raue Oberfläche hat.

 

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