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Wildvögel Ganzjährig füttern = ganzjährig helfen

Geschrieben von A. Burda am in Gartenvögel, Presseberichte

„Über kaum ein Gebiet ist so viel Unwahres, Unsinniges, Unglaubliches und Unhaltbares geschrieben worden wie über die Fütterung frei lebender Vögel.“ Dieses Zitat stammt aus dem Buch „Vögel füttern – aber richtig“ von Prof. Dr. Peter Berthold und Gabriele Mohr. Die beiden Experten haben mit anderen Vogelkundlern in jahrzehntelanger Forschung herausgefunden, dass eine hochwertige Ganzjahresfütterung nicht nur den vielfach bedrohten Vögeln hilft, sondern auch die Anzahl der Brutvögel und deren Bruterfolg erhöht.

Die Gründe, warum die Fütterung entgegen vieler Studien trotzdem so schlecht gemacht wurde, sind ebenfalls in diesem Buch erläutert. In England blickt man auf eine ganz andere Entwicklung zurück – dort wurde bereits viel früher erkannt, dass eine Erhöhung der Futterstellen die Vogelpopulation erhöht.

In den letzten Jahrzehnten wurden die Lebensräume für wildlebende Vögel richtiggehend ausgeräumt. Wildkräuter werden durch Unkrautvernichter, Insekten durch Insektenvernichtungsmittel zerstört. Wo also sollen die Vögel noch Futter finden? Sicher ist es auch sinnvoll, die Lebensräume unserer Vögel wieder herzustellen und zu renaturieren, aber das ist ein langer Weg, mit ungewissem Ausgang. Also bleibt uns als schnelle Ersatzmaßname das regelmäßige Zufüttern unserer Vogelwelt.

Futterhäuser sollten dabei nicht zu klein sein, damit sich die Vögel nicht ständig ins Gehege geraten. Das Dach sollte weit überstehen, damit das Futter vor Regen und Schnee geschützt ist. Der Ständer sollte hoch genug sein, damit Katzen es nicht erreichen können. Die Futtermenge nicht zu groß wählen und jeden Tag nachfüllen. Einmal in der Woche reinigen.

Gut ist auch ein glattes Rohr, damit keine Mäuse hineingelangen können. Futtersilos mit Sitzstangen sind sehr gut geeignet, da kein Kot das Futter verunreinigt. Gleichzeitig wird verhindert, dass große Vögel, mit großen Mengen Futter wegfliegen können. Meisenringe, Meisenknödel und Nussstangen können zusätzlich angehängt werden. Ein Erdnuss-Spender sollte ein einem Futterplatz genauso wenig fehlen wie eine Wassertränke, denn alle Vögel müssen jeden Tag trinken. Viele Arten picken auch gerne an einem Apfelstück, wobei Äpfel besser nicht in das normale Futter gelegt werden sollten, da dann die Schimmelgefahr groß ist. Bei der Fütterung mit Sonnenblumenkernen entstehen „Spelzen“, die schon für so manchen Rechtsstreit unter Nachbarn gesorgt haben. In solchen Fällen kann man gut auf Fettfutter ausweichen.

In den letzten Jahren werden auch bei uns Ganzjahresfutter und spezielle Futtermittel, zum Beispiel mit Insektenanteilen, angeboten, und zwar das ganze Jahr über. Tipp: In der Nähe der Futterstelle auch Vogel-Grit anbieten. Wir haben viele Gebiete mit Kalkarmut (Saurer Regen), und das beeinträchtigt die Eischalenbildung. Viele Dinge, die wir essen, sind dagegen für Vögel ungeeignet – Salz, künstliche Aromastoffe und Ähnliches können bei einem Vogel mit seinen 20 Gramm Gewicht Stoffwechselstörungen hervorrufen, und das kann schaden. Tipp: Tabu sind alle Tischabfälle und Speisereste, Brot und Kuchen, Kartoffeln und Quark, Braten, Wurst und Käse, und Bratfette, Futtermittel: Fettfutter aus Rindertalk wird besonders gerne genommen diesen kann man gut selber auslassen Haferflocken, ungeröstete Erdnüsse, Wildsämereien oder Hanf dazu, und fertig ist eine gute Mischung. Fettflocken kann man auch mit Haferflocke und hochwertigem Speiseölen (Öl erhitzen) selbst herstellen. Wenn man sich für die Ganzjahresfütterung entscheidet, kann man damit den Erhalt der Haussperlingspopulation und die verstärkte Ansiedlung von Meisen und anderer Arte unterstützen. Schön ist es dann, wenn auch Nistkästen im gleichen Garten angeboten werden. Im Sommerhalbjahr werden einige Futtermittel, die hohe Anteile an Sonnenblumenkernen, Getreidekörnern oder einfache Haferflocken enthalten, oft verschmäht. Erdnüsse , Fettfutter und Wildsämereien werden aber gerne genommen. Beliebt sind dann auch Weichfuttermischungen mit einem hohen Insektenanteil. Wer sich über die Zufütterung von Wildvögeln informieren möchte, sollte sich solide Literatur besorgen oder wirkliche Fachleute fragen – bedenken Sie, dass zum Beispiel im Internet jeder seine eigene Meinung als allein selig machend ungeprüft einstellen kann. Damit Sie sich nicht strafbar machen, zum Schluss noch eine Anmerkung: Verwilderte Tauben in den Innenstädten gehören nicht zu den schützenswerten Vogelarten. Sie machen viele Probleme und es ist häufig sogar unter Strafe verboten, sie zu füttern Das gleiche gilt für freilebende Wasservögel, die sich dann zu stark vermehren und das eben für andere Tierarten unmöglich machen. In vielen Stadtparks sind die Teiche durch das Füttern von Brot überdüngt worden und müssen dann gereinigt werden – das will natürlich niemand. Annette Burda

Buchtipp: Peter Berthold & Gabriel Mohr „Vögel füttern – aber richtig. Anlocken schützen, sicher bestimmen.“ Erschienen im Kosmos Verlag. Empfohlen von de Heinz Sielmann Stiftung.

 

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