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Zwerghamster – die kleinen Singles

Geschrieben von A. Burda am in Kleintier Tipps, Presseberichte

Zwerghamster

Zwerghamster

Zwerghamster sind noch gar nicht so lange bei uns bekannt. Erst vor rund 30 Jahren wurden sie zu Forschungszwecken nach Deutschland gebracht. Die Zucht verhalf ihnen dann schnell zum Einzug in unser Heim. Zwerghamster werden allerdings nicht wirklich zahm und eignen sich daher nicht als Kuscheltier. Sie sind für Mitmenschen interessant, welche die kleinen Hamster gern beobachten, für Kinder eher weniger. Angeboten wird häufig der Dsungarische Zwerghamster, der aus den Steppen Westsibiriens oder Ostkasachstan stammt. Die bei uns erhältlichen Tiere sind jedoch allesamt Nachzuchten. Häufiger sieht man dann noch den Roborowski Zwerghamster, der ursprünglich aus der Mongolei, Ostkasachstan und angrenzenden Teilen Chinas stammt. Seltener auch Campbells oder Chinesische Streifenhamster. All diese Zwerghamster benötigen keinen Winterschlaf und sind alle Einzelgänger. Wichtig ist für diese Tiere, das im Gehege immer ein Teil mit Sand bedeckt sein sollte (Sandschale), damit sie graben und das Fell mit einem Sandbad reinigen können. Dieser feine Sand sollte aber gerundet sein, das ist bei Vogelsand zum Beispiel nicht der Fall. Fördern sollte man bei der Gehegegestaltung auch, dass der Hamster sich einzelne Räume oder Etagen einrichten kann – Schlafraum, Toilettenraum oder Speisekammer. Sehr gut ist es auch, zwei Käfige durch eine Röhre miteinander zu verbinden. Korkröhren zum Durchschlüpfen, größere Steine als Aussichtsturm, Zweige von Obstbäumen, mit oder ohne Blätter – das alles bringt Abwechslung. Schnell und gerne angenommen wird meist eine Hamsterecktoilette, darin kann man leicht die Einstreu wechseln. Nach seinem Einzug beobachten Sie erst einige Wochen, wo er seine Toilettenecke hat, dahin stellen Sie dann die Hamstertoilette und füllen ein wenig gebrauchte Streu ein. Holzstreu ist oft zu staubig für die kleinen Zwerghamster, wir benutzen staubfreie Hanfstreu. Die Reinigung des Käfigs alle vier Wochen ist völlig ausreichend. Damit der Hamster s i c h dann nicht allzu fremd fühlt, bitte ein wenig gebrauchtes Streu wieder einbringen. Normales Hamsterfutter enthält für die „Zwerge“ zu wenig feine Pflanzensamen, es gibt jedoch sehr gute Mischungen speziell für Zwerghamster, welche dieses berücksichtigen. Da sie auch Eiweiß in der Nahrung benötigen, sind bei guten Futtersorten auch getrocknete Krebschen oder Mehlwürmer mit untergemischt. Bei der Standortwahl des Geheges sollte man bedenken: Hamster hören sehr gut und sind nachtaktiv.

Zwerghamster

Zwerghamster, als Jungtiere vertragen sie sich.

Wenn also im Wohnzimmer ständig die Stereoanlage, läuft sollten Sie ein ruhigeres Zimmer wählen. Wie alle Kleintiere mögen Hamster keine Zugluft und Kälte lieber als Hitze. Für Zwerghamster sollte man ein Gehege mit einer waagerechten „Mäuseverdrahtung“ wählen – bei den normalen Hamsterverdrahtungen sind die Abstände zu groß, da kann er sich durchquetschen. Und da sie sehr flink sind, ist es schwierig, Hamster wieder einzufangen. Auch möglich ist es, ein Glasaquarium zu nutzen. Dieses sollte aber in Ermangelung von Klettermöglichkeiten eine große Grundfläche und mehrere Etagen besitzen. Zumindest der gutschließende Deckel sollte aus Gaze sein, damit eine gute Luftzirkulation gewährleistet ist. Zur Ausstattung gehört ein Schlafhäuschen, möglichst aus Holz und ohne Boden. Plastik oder Keramikhäuschen beginnen schnell von innen zu schwitzen. Ein Boden sollte deshalb nicht vorhanden sein, damit Sie Obst oder Gemüsereste, die gehamstert wurden, leichter entfernen können. Denn in seinen großen Hamstertaschen, die teilweise bis an die Hinterbeine reichen, kann der Hamster natürlich auch jede Menge Futter in das Häuschen tragen.

Zwerghamster

Zwerghamster

Dieses könnte faulen und sollte regelmäßig entfernt werden. Besonders gut geeignet – weil es ihn nicht stört – sind Häuschen mit abnehmbarem Dach. Das Sandbad hatten wir schon angesprochen – das Wälzen darin befreit die Tiere in der Natur von Parasiten. Dieses Verhalten ist angeboren. Zwerghamster benötigen dagegen wenig Wasser, wenn regelmäßig Grünfutter gereicht wird, kann es sein, dass sie gar nicht an das Trinkwasser gehen. Trotzdem sollte immer eine Tränke mit frischem Wasser angeboten werden. Das Futter reichen Sie zur besseren Übersicht am besten aus zwei verschiedenen Keramikschälchen – eine ist für das Trockenfutter, eine für das Feuchtfutter. Nun kommt der spannendste Teil: Der Zwerghamster zieht ein. Überlegen Sie, ob es nicht sinnvoll ist, gleich eine Transportbox mit zu erwerben. Darin ist der Hamster auch bei der Käfigreinigung oder vielleicht bei einem Tierarztbesuch gut untergebracht. Jedes gute Geschäft wird Ihnen etwas von der gebrauchten Streu mit einpacken. Durch den gewohnten Geruch erleichtern Sie dem Hamster den Einzug ins neue Heim. Und was kommt dann?

Zwerghamster

Zwerghamster

Nichts und noch einmal nichts. Der Hamster benötigt erst einmal viel Zeit, sich an die neue Umgebung und die neuen Geräusche zu gewöhnen. Abends schauen Sie einmal kurz von außen in das Gehege, ob er sich schon sehen lässt. Sie wissen ja, Gefahr kommt für diese kleinen Tiere immer von oben, also schauen wir natürlich nur von der Seite hinein, um praktisch auf Augenhöhe mit ihm zu sein. Kommt er dann, können Sie versuchen, ihn mit Leckerchen an die Gitterstäbe zu locken. Dabei lernt er auch den Geruch Ihrer Hand kennen. Vertraut er Ihnen soweit, öffnen Sie auch den Käfig und reichen ihm das Leckerchen direkt. Rennt er weg oder beißt gar, waren Sie zu schnell. Aber an Vertrauen kann man arbeiten, Sie werden sehen. Wenn das klappt, haben Sie ein Hamsterleben lang einen neuen Freund gewonnen, der Ihnen viel Freude machen wird. Vergessen Sie aber nie, alle Hamster sind nachtaktiv und Störungen am Tag können nur den eigentlich eher seltenen Krankheiten Vorschub leisten.

Unser Buchtipp:

Peter Fritzsche: Zwerghamster (GU Tierratgeber) Verlag Gräfe & Unzer
64 Seiten, 90 Abbildungen, 20 x 16 cm, broschiert
ISBN 978-3833811982
7,99 Euro

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